Unsere Zucht

Seit mehr als zwanzig Jahren züchten wir nun schon unsere Malamuten und sind eingetragenes Mitgleid der FCI & ÖCNHS.

Was unsere Zucht so besonders macht ist, dass wir in all den Jahren mit Leidenschaft und Herz gezüchtet haben und weiterhin züchten werden. Unsere Zucht ist eine Lebenseinstellung und keine Form des Profites. Wir arbeiten an der Rasseerhaltung und nicht der Vermehrung, da es diese wunderschönen und vor allem grenzenlos treuen Hunde auch noch in hundert Jahren geben soll.

Das eigene Zuchtvorhaben auf Papier zu bringen, ist ein aufwendiges Vorhaben. In der Praxis habe wir feststellen müssen, dass es eine Gratwanderung ist, den für die Rasse, für den Hund als Individuum und für sich selber als Hundebesitzer bzw. Hundezüchter, "richtigen" Weg zu finden. Es bedarf viel Arbeit, Information und "bon chance" um über Jahre den Zuchtpfad eines Kennels richtig zu planen und konsequent zu verfolgen.

Der Malamute ist in der Kultur der Inuits entstanden und verdankt seine Entwicklung zu Beginn hauptsächlich wirtschaftlichen Bedürfnissen, in der jüngsten Vergangenheit und in der Gegenwart, der Liebhaberei. Dadurch haben sich Zuchtziele und Selektionskriterien neu definieren lassen. Wenn zu Beginn seines Siegeszuges der Alaskan Malamute ein "Nutztier" war, der ausschließlich den Inuits bei den harten Bedingungen Alaskas zu dienen hatte, so sind die Anforderungen an diesen Hund heute nicht nur verändert, sondern auch sehr breit gefächert. Heute trifft man die Rasse auf dem ganzen Globus, von Alaska bis Australien, Europa, Südamerika und dem Mittleren Osten. Nutzungsziele: Vom exclusivem Renntier, fantastischen Lastenzieher, perfekten Familienhund und womöglich ein Champ in Agility und Obendience ist so ziemlich alles zu finden.

Die Essenz unseres Zuchtvorhabens ist den Hund den wir "geerbt" haben, in seiner Größe, Schönheit und Prächtigkeit zu erhalten. Durch unsere Zucht versuchen wir ihm die Möglichkeit zu geben sich unter den heutigen Bedingungen stetig zu beweisen.

Nach mehreren Jahren stehen Alaskan Malamutes im Mittelpunkt unseres privaten und beruflichen Lebens. Klassischer Start mit einem Hund haben wir uns zu einer der erfolgreichsten Zuchtstätten im europäischen Raum entwickelt. Wir haben in der Zwischenzeit Zuchten aus Europa und den Vereinigten Staaten anschauen, vergleichen und von ihnen lernen dürfen. Es sind uns große Unterschiede nicht nur in der tierärztlichen Handhabung des Themas aufgefallen, sondern auch solche in den Bereichen der Zuchtvereine und des Ausstellungs- bzw. Sportwesens.

Allgemein unabhängig von der gezüchteten Rasse wird in Süd- und Mitteleuropa von Zwinger mit und solchen ohne einem „organisierten“ Zuchtstättenmanagment gesprochen. Es werden meistens Zuchtstätten mit einer größeren Anzahl an Hunden angetroffen. Nicht selten sind mehrere Generationen der selben Familie anzutreffen, es existiert eine konstante tierärztliche „Zwingerbetreuung“ rund um Zucht, Reproduktion und allgemeinen Gesundheitsfragen.

Im deutschsprachigen Raum ist oft der Begriff „Hobby- oder Familienzucht“ anzutreffen. Die Anzahl der Tiere in den Zuchtstätten sind in der Regel relativ gering, nur selten befinden sich gleichzeitig im Zwinger mehrere Generationen der gleichen genetischen Familie; die tierärztliche Versorgung ist zwar regelmässig, aber selten in Bezug auf Zucht oder Reproduktion gefordert. Eine Verpaarung findet häufig mit denselben Elterntieren immer wieder statt.

Zucht kann aber nie Hobby sein, sondern ist eine verantwortungsvolle, geplante und kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel positive Eigenschaften zu vermehren und negative Eigenschaften durch Zuchtauslese verschwinden zu lassen. Dazu ist nicht nur die Kenntnis der Mendelschen Vererbungslehre erforderlich, sondern auch ein breites Wissen an Zuchtlinien, Haltung und Aufzucht. 

Nicht zu übersehen sind auch die statistischen Daten bezüglich dem Verhältnis „offizielle“ Zucht und nicht offizielle Zucht.

Im Bereich der Schlittenhunde scheinen Anhänger dieser Hunderassen die Züchter weltweit in drei große Kategorien zu unterteilen:

1) Zuchtstätten, deren Zuchttieren rein in der Zucht eingesetzt werden;

2) solche, in welchen die Zuchttiere auch arbeiten; und

3) solche, in denen mit den Tieren gearbeitet UND gezüchtet wird

In den meisten Länder wird für die offizielle Einsetzung der Elterntiere zur Zucht mindestens eine HD Kontrolle und eine Augenuntersuchung der Elterntiere gefordert. In wenigen Ländern ist ein DNA-Profil der Elterntiere und ein DNA-Abstammungsnachweis der Welpen erforderlich. Das Vorliegen von immer mehr Gentests erleichtert einerseits die Zuchtauswahl um genetische Fehler auszuschliessen oder zu reduzieren, andererseits engt es den ohnehin geringen Genpool immer mehr ein. Hier kommt dem Züchter eine ganz besondere Verantwortung zu.

Das Alter der ersten Kontrolle, bzw. bei bestimmten Untersuchung die Frequenz der wiederholten Untersuchung wird in jedem Land unterschiedlich gehandhabt. Ellenbogen und Schulter werden meistens fakultativ untersucht, und laut vorhandenen Statistiken haben zur Zeit die Nordischen Hunderassen recht positive Resultate vorzuweisen. Die Intensität und Anzahl der angeforderten Untersuchungen sollten so ausgerichtet sein, dass sie die Gesundheit der Zuchtpopulation sichern, ohne die genetische Vielfalt der Rasse einzuengen.

Die Nachzuchtbewertung aus tierärztlicher Sicht ist nur sehr selten anzutreffen. Das Screening der Nachzucht ist zwar wünschenswert, scheitert aber oft nicht nur an organisatorischen, sondern auch an finanziellen Gründen und wird, wenn überhaupt, nur an den Tieren durchgeführt die in die Zucht eingesetzt werden.

Wie mit den Ergebnissen umgegangen wird ist auch sehr unterschiedlich: die OFA http://www.offa.org/ bietet die unglaubliche Leistung Untersuchungsdaten nach dezidierter Zustimmung des Auftraggebers frei im Internet zu publizieren. Enormer Vorteil liegt auf der Hand: Eine aktive Unterstützung in der Auswahl der potentiellen Zuchttiere bzw. Zuchtlinien in den Verpaarungen. Europäische Zuchtvereine publizieren Daten bzgl. HD und Augen oder neu zuchtzugelassene Tiere in den offiziellen Organblättern (z.B. Deutschland, Schweiz).

Eine verschwindende Anzahl von Verbänden wiederum verlangen überhaupt keine Untersuchungen (vorwiegend osteuropäische Länder), bzw. publizieren aus Gründen des Datenschutzes (z.b. Österreich) keine Angaben.

Bezüglich dem Zahnstatus wird überwiegend darauf geachtet dass ein Scherengebiss vorliegt. Zange wird abhängig von Land und Richter akzeptiert oder geduldet. Rückbiss bzw. Vorbiss bzw. weitere maxilo- mandibulare Anomalien aufgrund der sehr wahrscheinlichen genetischen Genese, sind ein zuchtausschließender Fehler. Die Position einzelner Zähne ist weniger relevant. Nur wenige Länder aber spezifizieren konkret die Mindestanforderungen die das Gebiss für eine evtl. Zuchtzulassung erfüllen muss.

Das erlaubte Zuchtalter, Anzahl und Intensität der Einsätze in der Zucht sind auch sehr unterschiedlich reglementiert.

Aus dem auf der offiziellen Website der FCI http://www.fci.be publiziertem Rassenstandard, in der Übersetzung von Fr. Elke Peper, kann bzgl. dem Wesen entnommen werden dass ängstliche und aggressive Hunde, und solche die Verhaltensstörungen aufweisen, aus der Zucht ausgeschlossen werden sollen. Da auch das Tierschutzgesetz sich immer mehr auf das Wesen der Hunde fokussiert rückt dieses Thema immer mehr ins aktuelle Bild der Hundezucht im allgemeinem, aber auch in der Welt der Schlittenhunde.

So wie in der Handhabung des Zuchtgeschehens international sehr viele Unterschiede zu beobachten sind, so sind auch bestimmte Auslegungen sowohl Züchter- als auch Länderorientiert.

Nach unserer Auffassung ist der Alaskan Malamute eine optimale Kombination zwischen einem wunderschönen, stolzen, manchmal vielleicht sehr eigensinnigen Hund, mit viel Ausstrahlung und Charisma, dessen Körperbau ihm optimale Voraussetzungen verleihen um ein perfekter Schlittenhund zu sein.

Ein Malamute, der seine Haarpracht, seine Größe oder sein imposantes Auftreten einbüssen muss um dafür schneller zu werden, ist ebenso bestraft wie einer, der den Willen zum Ziehen verloren hat. Deswegen ist aus unserer Sicht eine Unterteilung der Rasse in "Arbeitslinien" und "Showlinien" nicht annehmbar. Es ist aber hoch zu schätzen, dass der Rassenstandard dieser Rasse, obwohl er einen so konkreten Entwicklungsrahmen vorgibt, einen doch so kreativen Raum in der Auswahl der Zuchtkriterien ermöglicht.

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